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12. Mai 2024

Stille mit Gott

Psalm 46:1-11 (2-12)

Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer, bewährt in Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde umgekehrt wird und die Berge mitten ins Meer sinken, wenn auch seine Wasser wüten und schäumen und die Berge zittern vor seinem Ungestüm.  Selah.
Ein Strom mit seinen Bächen erfreut die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten. Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen, wenn der Morgen anbricht.
Die Völker toben, die Königreiche wanken; wenn er seine Stimme erschallen lässt, dann zerschmilzt die Erde.
Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg. Selah.
Kommt her, schaut die Werke des HERRN, der auf Erden Verwüstung angerichtet hat, der den Kriegen ein Ende macht bis ans Ende der Erde; er zerbricht den Bogen und zerschlägt den Speer.
Und die Wagen mit Feuer verbrennt!
„Seid still - hört auf zu streben - und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!“ 
Der HERR der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere Burg. Selah.

Schlagzeilen wirbeln, Nationen wüten, Ehen sind belastet, Kinder weichen ab, Sturmwolken ziehen auf. 
Wir geben unter dem Gewicht all dessen nach und versuchen, uns gegenseitig mit diesen Worten zu stützen:
„Sei still und erkenne, dass ich Gott bin.“
Es ist einer der berühmtesten Verse der Bibel. 
Wir sehen ihn auf Postern, wir verschicken ihn in Ermutigungskarten und wir bekennen ihn in Zeiten der Unsicherheit. 
Wir sehnen uns danach, diese Art von tiefem und dauerhaftem Frieden zu spüren.
Doch wenn wir ehrlich sind, fällt es uns schwer, ihn zu leben. 
Wir sind selten still, wir schlafen selten, ohne uns hin und her zu wälzen, und wir nehmen uns nicht die Zeit, mit Gott zusammen zu sein und Ihn zu erkennen. 
Wie können wir also „aufhören zu streben“, wie manche „still sein“ übersetzen? 
Wie sollen wir zu solchem Frieden und Vertrauen gelangen?
In Vers 8 wird uns gesagt: „Seht die Werke des Herrn“. 
Er wirkt immer, um uns zu beschützen und ist unsere Hilfe in Zeiten der Not. (V1)
Psalm 46 wurde wahrscheinlich nach der Niederlage eines der Feinde Judas geschrieben, wahrscheinlich zu einer Zeit, als klar offensichtlich Gott die Niederlage vollbrachte - zum Beispiel, als ein Engel Gottes die Assyrer in ihrem Lager vernichtete (2. Chronik 32,20-21). 
„Seht die Werke des Herrn“ ist also eine persönliche Einladung an die Einwohner Jerusalems, sich die Vernichtung ihrer Feinde anzusehen und Zeuge der vollständigen Befreiung durch Gott zu sein: Er hat Sein Volk wieder einmal gerettet. 
In Vers 11 sagt Gott dann, dass wir still sein sollen, dass wir aufhören sollen, zu ringen.
Das bedeutet, abzulassen; inaktiv zu sein, schwach zu werden, loszulassen. „Gebt euch hin!“
Wieder eine klare Aufforderung, Zeit mit Gott zu verbringen, darin zu ruhen, wer Er ist und was Er tun wird.
Er ruft uns auf, zu erkennen, zu erfahren und zu sehen, dass Er Gott ist.
Halte inne mit allem, was du tust, und verbring Zeit mit dem, der sagt: „Ich werde hoch erhaben sein unter den Völkern, ich werde hoch erhaben sein auf der Erde.“
Gott gibt dir die Anweisung, Zeit mit Ihm zu einer Priorität in deinem Leben zu machen.
Du wirst nie im Frieden sein, solange du Ihm nicht dein Leben hingibst und auslieferst
Wenn Er sagt, dass du still sein und aufhören sollst zu streben, weiß Er, dass dein Leben voll ist und dich verzehren kann, wenn du es nicht kontrollierst.
Hör auf, dich mit deinen Kindern abzumühen. 
Hör auf, dich mit deinem Ehepartner abzumühen.
Hör auf, dich mit deinem Nachbarn abzumühen. 
Hör auf, dich mit deinen Mitarbeitern abzumühen. 
Hör auf, dich mit deiner christlichen Familie abzumühen. 

Es gibt einen wichtigen Aspekt der Stille – den Tumult in unserer äusseren Umgebung zu überwinden und zu ignorieren.
Erinnerst du dich an Gottes Wort durch Mose an die Israeliten? 
„Fürchtet euch nicht. Steht fest, und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute bereiten wird....der Herr wird für euch kämpfen, und ihr sollt stille sein. 2.Mose 14:13-14
Aber die Israeliten sahen nur das Rote Meer vor sich und hörten die ägyptischen Streitwagen hinter sich herdonnern. Tod auf beiden Seiten. Stillstehen? Aber was sie nicht sehen konnten, war, dass Gott ihnen einen Weg durch das Wasser bahnte.
Gott wirkte für sie.
Wir hören auf zu streben, um zu erkennen, dass Gott als der Herr des Universums das Sagen hat. 
Wir geben das Vertrauen in uns selbst und unsere eigenen Pläne auf, um den Frieden zu erfahren, der allen Verstand übersteigt.
Kolosser 3:2-4
Sinnt auf die Dinge, die oben sind, nicht auf die Dinge, die auf der Erden sind! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn nun der Christus, unser Leben, offenbart sein wird, dann werdet auch ihr mit Ihm offenbart werden in Herrlichkeit.
Wenn wir „die Werke des Herrn sehen“, bemerken wir Gottes Befreiung, und das gibt uns die Gewissheit, dass wir ruhig sein und erkennen können, dass Er Gott ist.

Zu allen Zeiten waren die Menschen besorgt über das Weltgeschehen. Auch wenn die Weltlage negativ und außer Kontrolle zu sein scheint, erinnert uns dieser Psalm daran, dass Gott alles im Griff hat. 
Inmitten all des Aufruhrs ist Gott mit uns.
Wenn wir ängstlich werden, ist es hilfreich, uns daran zu erinnern, was Gott getan hat - „seht die Werke des Herrn“.
Als Teil dieser Strategie, Gottes Werke zu betrachten, ermutige ich dich, dem bissigen Freund auf Facebook oder Telegram nicht mehr zu folgen und die Nachrichten für mindestens einen Tag oder eine Woche abzuschalten. 
24-Stunden-Nachrichten sind nicht immer sehr hilfreich.
Anstatt uns zu helfen, über die Werke des Herrn nachzudenken, bringen sie uns dazu, uns über vorübergehende Probleme aufzuregen und auf Menschen wütend zu sein, die anderer Meinung sind als wir. 
Das ist keine Stille mit Gott!
Weisst du noch, was heute vor genau einem Jahr in den Nachrichten passierte? Wahrscheinlich nicht. Warum nicht? 
Weil diese Nachrichten vergangen sind und das, was sich an diesem Tag ereignete, nicht, wie von den Medien versprochen, unsere Welt auf den Kopf gestellt hat.
Was geschah, war, dass es für ein paar Minuten unsere Aufmerksamkeit erregte, Geld für Sponsoren einbrachte und unsere Aufmerksamkeit von den Werken des Herrn ablenkte. 
Lasst uns diese Gedanken gefangen nehmen und über ehrenvollere Dinge nachdenken:
Übrigens, Brüder, so vieles wahr und zuverlässig, so vieles ehrbar und ehrwürdig, so vieles gerecht, so vieles rein und makellos, so vieles liebenswert, so vieles wohllautend und verheissungsvoll ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, diese Dinge bedenkt und erwägt, und mit diesen rechnet! Philipper 4:8
Erinnere dich also daran, was Gott in den Nationen getan hat, und konzentrier dich auf die Gute Nachricht, nicht auf die 24-Stunden-Nachrichten.
Es gibt einen Fluss, dessen Ströme die Stadt Gottes erfreuen...
Verbringe Zeit mit Gott und erlaube Seinen Strömen, Seinen Armen, die Stadt Gottes in dir zu erfreuen.
Sie tragen Früchte und erfrischen dich, während sie um dich herum und durch dich hindurch fließen.
Höre auf zu streben und erkenne, dass ich Gott bin...
Nicht nur als regelmäßiger Teil deiner Beziehung mit Ihm, sondern besonders dann, wenn du mit dem Leben ringst.
Halte inne und erkenne Ihn.
Betrachte die Werke des Herrn...
Nimm dir heute eine stille Zeit, um die Werke Gottes in deinem eigenen Leben zu betrachten.
Setz dich auf deine Terrasse oder Balkon oder nach draußen, wenn du kannst.
Und sage Gott einfach, dass du Ihn noch mehr erkennen willst.
Und dann höre zu, hör auf Seine Schöpfung.
Hör das Wunder der Geräusche um dich herum.
Hör die Geräusche der Vögel und des Windes.
Hör, wie sich die Blätter bewegen.
Jetzt dringe weiter hinein höre in der Stille die kleineren Geräusche, die du sonst nicht wahrnimmst.
Jetzt höre Gott.

Ich habe einmal einen Pastor sagen hören,
Wenn der Teufel dich nicht ausschalten kann, wird er versuchen, dich zu zermürben.
Hör auf, dich zu quälen, hör auf, dich zu sorgen, hör auf, zu intrigieren, hör auf, alles zu analysieren, hör auf. 
Gib es Gott und geh schlafen.
Sei still in Ihm, im Wissen, dass Er niemals schläft oder schlummert.
Es gibt keinen Grund für euch beide, wach zu bleiben.

Hör auf zu ringen und betrachte die Werke des Herrn.
Beachte Sein Werk in der Schöpfung, und sei beruhigt: Er hat es im Griff.



Wende Gottes Wort an:
Nimm dir diese Woche Zeit und betrachte Gottes Werke. Sei still und lausche auf Seine Schöpfung und beobachte, wie viele Dinge du in der ersten Minute der Stille hören kannst. Dann lausche auf Gott und ruhe in Ihm. Schreibe deine Erlebnisse auf.

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